Achim Reichel

Mariechens Blues

Mariechen saß weinend im Garten,
im Grase lag schlummernd ihr Kind.
Mit ihren blonden Locken
spielt säuselnd der Abendwind.
Sie war so müd und traurig,
so einsam, geisterbleich.
Die dunklen Wolken zogen
und Wellen schlug der Teich.
Sie war so müd und traurig
so einsam, geisterbleich
Die dunklen Wolken zogen
und Wellen schlug der Teich.

Dein Vater lebt herrlich in Freuden,
Gott laß es ihm wohl ergehn.
Er denkt nicht an uns beide,
will dich und mich nicht sehn.
Drum wollen wir uns beide
hier stürzen in den See.
Dann bleiben wir verborgen
vor Kummer, Ach und Weh.
Drum wollen wir uns beide
hier stürzen in den See.
Dann bleiben wir verborgen
vor Kummer, Ach und Weh.

Da öffnet das Kind die Augen
Blickt freundlich sie an und lacht,
die Mutter vor Freuden sie weinet,
drückt's an ihr Herz mit Macht.
Nein, nein wir wollen leben
wir beide, du und ich,
dem Vater sei's vergeben
so glücklich machst du mich.
Nein, nein wir wollen leben
wir beide du und ich,
dem Vater sei's vergeben
so glücklich machst du mich.
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