Caterina Valente

Einen Ring mit zwei blutrote Steinen

Einen Ring mit zwei blutroten Steinen,
Ließ ein Seemann in Hamburg zurück,
Und ein Mädchen denkt heut noch an den einen,
Den sie liebte, so wie keinen,
Den sie liebte auf den allerersten Blick.

Den Ring kaufte er in einer Hafenbar,
Weil sie ihn so gerne wollt,
Er zahlte sein schwerverdientes Geld sogar
Für fünf Gramm falsches Gold,
Auch die Steine die leuchteten rot wie Rubin,
Die waren aus Glas nur gemacht,
Doch wer schaut auf St. Pauli auf so was schon hin,
Auf St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

Einen Ring mit zwei blutroten Steinen,
Ließ ein Seemann in Hamburg zurück,
Und ein Mädchen denkt heut noch an den einen,
Den sie liebte, so wie keinen,
Den sie liebte auf den allerersten Blick.

Noch heut trägt ein Mädchen in der Hafenbar,
Den Schmuck aus Messing und Glas,
Weil nichts auf der Welt für sie so kostbar war,
Wie der Ring den sie besaß,
Und kamen auch andre so hat sie doch bloß,
An einen im Leben gedacht,
Und es teilen so viele, so viele ihr Los,
Auf St. Pauli, St. Pauli bei Nacht.

Und ein Mädchen denkt heut noch an den einen,
Den sie liebte, so wie keinen,
Den sie liebte auf den allerersten Blick.